Dr. Peter Gloystein: zwischen Kunst und Unternehmertum

Meine Faszination für Kunst und Musik begleitet mich seit meiner frühen Jugend: Als Vierzehnjähriger habe ich mir von meinem Taschengeld eine Karte für die Oper gekauft. Ich war wie verzaubert vom Zusammenspiel der Klänge und Gesänge, die mich in eine andere Welt entführten und meine Fantasie beflügelten. Seitdem hat mich die klassische Musik nicht mehr losgelassen und die verschiedenen Formen der Kunst immer wieder aufs Neue begeistert.
Peter Gloystein

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Ich bin Unternehmer und Kunstliebhaber zugleich.

Ich genieße das Leben im Spannungsfeld zwischen Kunst und Unternehmertum: So unterschiedlich die Bereiche zu sein scheinen, haben sie viele Gemeinsamkeiten. Sowohl Unternehmer als auch Künstler agieren im schöpferischen Bereich und interagieren mit Menschen, auch wenn sich ihre jeweiligen Tätigkeiten stark voneinander unterscheiden.

Bei meiner Arbeit für verschiedene Banken, der ich knapp drei Jahrzehnte nachgegangen bin, und meiner aktuellen Tätigkeit als Unternehmensberater dominieren Zahlen den Alltag. Als Gegenpol dazu engagiere ich mich bereits seit Mitte der 90er-Jahre für kulturelle Projekte, aktuell hauptsächlich in diesen Fördervereinen:

  • Insel Hombroich in Neuss (Vorstandsvorsitzender des Fördervereins)
  • Das venezianische Opernhaus Gran Teatro La Fenice di Venezia (Vorstandsvorsitzender des deutschen Fördervereins)
  • Fondazione Internazionale Richard Wagner di Venezia (Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats), Trägerin des Wagner-Museums in Venedig
  • Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf/Duisburg (Mitglied des Kuratoriums des Fördervereins)
  • EuropaChorAkademie, Görlitz (Mitglied des Aufsichtsrats)

In diesen kulturellen Institutionen organisiere ich Veranstaltungen für Mitglieder sowie für das allgemeine Publikum und sammle Spenden für Sonderprojekte.
Peter Gloystein

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Die Kunst braucht Unterstützung.

Kulturelles Engagement macht mir große Freude – deshalb unterstütze ich gerne Institutionen, die mir am Herzen liegen. Dabei sehe ich mich als interessierter, begeisterter und relativ kenntnisreicher Laie. Ich schätze es, über die Kunst Einblick in die menschliche, politische und soziale Dimension des Lebens zu erhalten und inspirierende Begegnungen mit Künstlern zu erfahren. Meine Faszination möchte ich an die Menschen weitergeben – denn ich bin der festen Überzeugung, dass Kunst nicht nur Freude macht, sondern auch den Horizont erweitert und das Leben lehrt.

Mein Ziel ist es, dass neue Kunstprojekte ins Leben gerufen werden und sich auch junge Menschen für anspruchsvolle zeitgenössische Kunst begeistern. Ich möchte Sponsoren aus der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik gewinnen, die die Kunst fördern.

Peter Gloystein
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Dr. Peter Gloystein

    Narrativer Lebensbericht

    Dr. Peter Gloystein wurde am 25. November 1945 als Sohn des Wirtschaftsberaters Georg Gloystein und seiner Ehefrau Helene Gloystein, geb. Massmann in Bremen geboren. Vater Georg Gloystein war gerade aus britischer Gefangenschaft heimgekehrt, nachdem er im Krieg die meiste Zeit in Finnland als Wehrmachtsoffizier im Einsatz war.
    Trotz aller Beschwernisse in der Nachkriegszeit verbrachte Peter Gloystein eine glückliche Jugend in Bremen, die allerdings durch den frühen Tod seines Vaters im Jahre 1963 überschattet war. Aufgrund nur schwacher Altersversorgung – der Vater war lebenslang selbständig gewesen, unterbrochen von zwei Kriegen und Inflationen – wurde seine Mutter bis zu seinem eigenen Berufsanfang, auch im fortgeschrittenen Alter, wieder berufstätig als Arzthelferin. Peter Gloystein besuchte in Bremen die Grundschule in der Langemarckstraße und das Gymnasium am Leibnizplatz, das er 1964 mit dem Abitur abschloss.

    dr-Peter-Gloystein

    Früh interessierte sich Peter Gloystein für Politik, Geschichte und Kultur. Nach Mitgliedschaft in der evangelischen Jugend trat er Anfang der 60er Jahre in die Junge Union und die CDU ein. Zudem leitete er den Politischen Arbeitskreis Bremen der Schülermitverwaltung und nahm intensiv am Theater- und Museumsleben teil.

    Es folgten zwei Jahre Bundeswehr in der Pioniertruppe in München, Harburg und Stade, zuletzt als Leutnant und Zugführer.

    1966 – 1970 studierte Peter Gloystein Betriebswirtschaft an der Universität Hamburg, begleitet von jeweils mehrmonatigen Unternehmenspraktika in Deutschland, Finnland, Großbritannien und den USA.

    1971 – 1975 arbeitete er als wissenschaftlicher Referent in der Abteilung internationale Währungspolitik des HWWA – Institut für Wirtschaftsforschung – Hamburg, hierbei veröffentlichte er zahlreiche Beiträge und Studien zur Europäischen Währungs- und Strukturpolitik.

    Er promovierte bei Prof. Dr. Hans-Dietrich Ortlieb (Präsident des HWWA) über „Die Währungsunion und die Europäische Industriepolitik“. Die Promotionsschrift wurde auch als Buch veröffentlicht.

    1972 heiratete Peter Gloystein Jean Carrick Morton aus Leeds, Großbritannien. Sie arbeitete als medizinische Sekretärin des großen Herzchirurgen Prof. Gerald Graham an dem renommierten Great Ormond Street Hospital in London. Aus der Ehe gingen zwei inzwischen erwachsene Kinder mit zwei Enkeln hervor.

    1975 wechselte Peter Gloystein von der Wirtschaftsforschung in das Bankgeschäft, und zwar in die Abteilung Internationales Kapitalmarktgeschäft bei der Westdeutschen Landesbank in Düsseldorf. Er war als Account Officer zuständig für das Kapitalmarktgeschäft in den damals neu auf den Markt kommenden Ländern Süd- und Osteuropas. 1978 wurde er Assistent des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Walter Seipp, der für das damals sehr erfolgreiche, internationale Geschäft der Bank zuständig war. Nach dem Wechsel von Dr. Walter Seipp zur Commerzbank – als Vorsitzender des Vorstands – wurde Peter Gloystein Assistent des Vorstandsvorsitzenden der WestLB, Dr. Johannes Völling.

    Nachdem Dr. Völling Mitte 1981 aus dem WestLB Vorstand ausschied, holte Dr. Seipp Peter Gloystein zur Commerzbank, zunächst als Leiter der Gruppe Finanzplanung in der Zentralen Abteilung für Kontrolle und Planung (ZKP). Die Commerzbank befand sich damals in einer angespannten Situation. Die Sanierung der Bank unter Dr. Walter Seipp, die bis zum Ende des Jahrzehnts gelang, wurde wesentlich über diese neu eingerichtete Zentralabteilung koordiniert. Spätere Stadien bei der Commerzbank waren die Mitleitung der Gebietsfiliale Stuttgart (zuständig für die Region Württemberg), wobei Peter Gloystein für das Firmenkundengeschäft zuständig war (1986 – 1990), und ab 1990 die Mitgliedschaft im Vorstand der Bank, zunächst als stellvertretendes und ab Mai 1991 als Mitglied des Vorstandes.

    Bis 1995 hatte Peter Gloystein im Vorstand die Zuständigkeit für das Ressort Organisation und für das neu aufgestellte Ressort Gewerbliche Immobilien. Im Organisationsbereich war der Schwerpunkt der Tätigkeit der Aufbau der Bankorganisation im neuen ostdeutschen Markt und die Reorganisation der Bank gemäß den neuen Markterfordernissen. Letzteres erfolgte im Rahmen eines Gesamtbank-Projekts unter Begleitung der Beratungsfirma McKinsey, zusammen mit den Vorstandskollegen Martin Kohlhaussen (Sprecher) und Klaus Müller-Gebel (Personal). Der Aufbau des Geschäftsfeldes Gewerbliche Immobilien erfolgte durch die Gründung bzw. Übernahme verschiedener auf diesem Gebiet tätiger Tochtergesellschaften (Commerz-Leasing, Haus-Invest, Commerz Immobilien GmbH, Müller Immobilien). In diese Zeit fiel auch die Konzeption und der Bau des neuen von Norman Forster entworfenen Commerzbank-Turms in Frankfurt.

    1995 übertrug die Bank Peter Gloystein das Vorstandsressort Privatkunden, welches damals erhebliche Ertrags- und Kostenprobleme aufwies. Bis zum Jahre 1999, als Peter Gloystein die Bank verließ, gelang die Sanierung des Ressorts in wesentlichen Teilen durch Kosten-, Struktur- und Systemanpassungen, durch eine erfolgreiche Vertriebsoffensive und durch den Aufbau der Direktbank Comdirect.

    Peter Gloystein

    In dieser Periode war Peter Gloystein auch in wesentlichen Verbandsfunktionen im Bundesverband deutscher Banken (Zahlungsverkehr, Kreditkarten, Eurocheck) und im europäischen Bankenverband tätig (bei letzterem Mitglied des Vorstands mit Tätigkeitsschwerpunkten im internationalen Zahlungsverkehr und der Währungsunion). In diesem Zusammenhang war Peter Gloystein auch deutsches Mitglied der von der Europäischen Kommission eingesetzten Maas-Commission zur technischen Vorbereitung der Europäischen Währungsunion.

    Gegen Ende der 90er Jahre ergaben sich trotz der weitgehend erfolgreichen Sanierung des Privatkundenressorts im Vorstand divergierende Auffassungen über das weitere Vorgehen, besonders im Hinblick auf die Investitions- und Strukturpolitik. Dies führte schließlich zu dem Wunsch Peter Gloysteins aus der Bank auszuscheiden. Die Entscheidung hierzu fiel ihm nach 18-jähriger Tätigkeit für die Bank nicht leicht.

    Seine neue Aufgabe als Sprechers des Vorstandes der BHF-Bank AG erwies sich als schwierig. Die Bank, die gerade von der ING-Group mit einem mehr als 90%igem Anteil übernommen worden war, befand sich in einer weit angespannteren Lage als angenommen und von außen erkennbar.
    Die Doppelaufgabe der Sanierung der Bank und der Einfügung und Abstimmung mit der ING-Gruppe gelang nur teilweise. Mit dem Verkauf der stark risikobehafteten amerikanischen, britischen und asiatischen Portfolios und der Einstellung des deutschen gewerblichen Immobiliengeschäfts gelang eine nachhaltige Risikoreduzierung, die zunächst jedoch für das Weiterbestehen der Bank essentiell war. Allerdings ging dies auch mit erheblichen Wertberichtigungen und einer merkbaren Brutto-Ertragsreduzierung einher. Die Notwendigkeit des Aufbaus neuer Ertragspotenziale im deutschen Markt – nur das machte im ING-Zusammenhang Sinn – bei gleichzeitig weiter notwendiger Risikoreduzierung führte sowohl im Vorstand als auch in der Abstimmung mit der ING zu kontroversen Diskussionen ohne schlüssiges Ergebnis. Hierbei ging es vor allem um die zukünftige Rolle des Firmenkundengeschäfts. Diese unbefriedigende Situation führte Ende August 2002 zu der Entscheidung Peter Gloysteins auf eigenen Wunsch aus der Bank auszuscheiden.

    Parallel zur BHF-Position war Peter Gloystein Mitglied des Executive Committee Europe der ING, welches die Bank-Aktivitäten der Allfinanzgruppe auch über Europa hinaus führte. Seine Zuständigkeit war hierbei die Koordinierung aller ING-Aktivitäten in Deutschland und Österreich. Als Schwerpunkt bildetet sich hierbei die Übernahme aller Anteile an der Direktbank Diba AG heraus; dies gelang schließlich unter seiner maßgeblichen Mitwirkung (er war Mitglied des Aufsichtsrats der Diba AG) im Jahre 2001 und legte die Grundlage für den großen Markterfolg der nun ING-Diba AG genannten Bank. Peter Gloystein war dann bis Ende 2002 ebenfalls Mitglied des Aufsichtsrats der ING-Diba AG; hierbei kamen ihm seine Erfahrungen beim Aufbau der Comdirect-Bank sehr zu Gute.

    Mit seinem Ausscheiden aus der BHF-Bank schied Peter Gloystein im Laufe des Jahres 2002 auch aus allen ING-Funktionen aus. Seine freundliche Beziehung zur ING blieb davon unberührt.

    Die Jahre 2003 und 2004 waren wesentlich geprägt durch eine berufliche Neuorientierung. Mitte 2004 kam überraschenderweise die Anfrage von der CDU in Bremen, ob er bereit wäre, die Nachfolge des erkrankten Hartmut Perschaus als Bürgermeister (Stellvertreter des Präsidenten des Senats, damals Hennig Scherf), Senator für Wirtschaft und Häfen und Senator für Kultur zu übernehmen. Bremen befand sich in einer schlechten Wirtschafts- und in einer äußerst kritischen Haushaltslage, die große Koalition arbeitete nicht sehr harmonisch. Peter Gloystein nahm nach kurzem Zögern an, da es die Möglichkeit bot bei der Lösung der Probleme seiner geliebten Heimatstadt Bremen, in der er allerdings seit 1964 nicht mehr gelebt hatte, mitzuhelfen.

    Ein weiterer Reiz bestand darin, dass die Tätigkeit nicht nur den vertrauten Wirtschafts- und Finanzbereich, sondern auch die Kultur umfasste. Die Tätigkeit begann zunächst recht vielversprechend. Die Zusammenarbeit mit Henning Scherf, dem Präsidenten des Senats (SPD), verlief gut. Es konnten wichtige Vorhaben, die zum Teil schon von den Vorgängern vorbereitet waren, auf den Weg gebracht werden: die Großprojekte Neuer Alter Hafen und vor allem die Kaiserschleuse in Bremerhaven, auch die Grundsteinlegung des Auswanderermuseums. Vor allem aber galt es, die ausgeuferte Investitionsplanung der Stadt, die in keiner Weise zur Haushaltslage passte, auf eine realistische Grundlage zu stellen, was gelang. Das Problemprojekt Spacepark einer vernünftigen Nutzung zuzuführen gelang in seiner Amtszeit leider nicht.
    2005 verschlechterte sich die Haushaltslage Bremens weiter, da die erhoffte Bundesunterstützung durch die Regierung Schröder nur sehr klein ausfiel. Die darauf einsetzenden Haushaltsberatungen für die Jahre 2006/2007 verliefen unbefriedigend – auch in der eigenen Fraktion; das Klima in der Koalition verschlechterte sich weiter. Die Aussicht auf eine realistische Lösung der Bremer Haushaltsprobleme bestand kaum noch. Peter Gloystein erwog seinen Rücktritt.

    Der Rücktritt erfolgte dann aus einem anderen Grunde: dem Sektzwischenfall auf dem Bremer Marktplatz. Bei der Eröffnung des Weinfestes anlässlich der Verleihung des UNESCO Weltkulturerbe-Status für das Bremer Rathaus übergoss Peter Gloystein in einer Spontanreaktion von der Bühne herab einen Obdachlosen mit einer Sektdusche, nachdem dieser zuvor die Sektflasche von der Bühne entführt hatte und nach ihrer Rückführung nach Sekt verlangte. Der Mann hatte schon im Vorfeld versucht, die Veranstaltung zu stören. Das Publikum vor Ort nahm den Vorfall einigermaßen gelassen auf. Peter Gloystein entschuldigte sich nach der Veranstaltung bei dem Mann.

    Der Vorgang wurde von einem anwesenden Bild-Fotografen (sonstige Presse war nicht vertreten) fotografiert und am nächsten Tag von der Bild-Zeitung grossformatig verbreitet. Ein Großteil der öffentlichen Kommentare, besonders in der Boulevardpresse, waren vernichtend („Neoliberaler reicher Banker erniedrigt Obdachlosen“). Peter Gloystein sah unter diesen Umständen keine Chance mehr seine politische Aufgabe zur Lösung der Bremer Probleme zu erfüllen, zumal auch die Unterstützung aus der CDU nur sehr begrenzt war. Er trat unter Ausschlagung der für solche Fälle vorgesehenen Abfindung von seinen Ämtern zurück.

    Mit einigem Abstand beruhigte sich die Diskussion um den Sektvorfall, der Schaden für den weiteren Weg für Peter Gloystein war jedoch erheblich. Er konnte für kein Amt mit größerer Öffentlichkeitswirksamkeit mehr kandidieren, da Gegner und ein Teil der Presse sofort das inkriminierende Foto mobilisieren würden.

    In den folgenden Jahren konzentrierte sich Peter Gloystein dann auf Beratertätigkeiten im Finanz- aber auch Kulturbereich, später kam im Ehrenamt auch der Sozialbereich hinzu. Bis 2008 erfolgte diese Tätigkeit noch aus Bremen, ab 2009 aus Düsseldorf heraus. Schwerpunkte dieser Arbeit lagen zunächst in der Rolle als Business Angel verschiedener Firmen (vor allem der Ratingagentur Scope und des Internetportals für klassische Musik My Classic World, beide in Berlin, des Weiteren der internationalen Kunstgalerie Venice Projects, zunächst Basel dann Venedig). Daneben war und ist Peter Gloystein im internationalen Merger- und Acquisitionsgeschäft tätig (zunächst als Beirat und Senior Adviser des internationalen Hauses Lincoln International, Frankfurt/Chicago, ab 2011 als Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Mergers & Acquisitions AG in Düsseldorf). Die Anteile an My Classic World und Venice Projects wurden inzwischen verkauft. Ein weiteres Mandat besteht noch als Beiratsmitglied beim Private Equity Haus Allistro in Frankfurt.

    Peter Gloystein

    Besonders hervorzuheben unter diesen Aktivitäten ist das Projekt der europäischen Ratingagentur Scope. Hierbei handelt es sich um ein ambitioniertes, inzwischen erfolgreiches Vorhaben zur Etablierung einer europäischen Alternative zu den vorherrschenden Kreditratingagenturen mit US-Hintergrund. Peter Gloystein unterstützt und begleitet Scope seit über zehn Jahren als Investor und als Aufsichtsrats- und Beiratsvorsitzender. Nach dieser langen und erfolgreichen Tätigkeit legte Peter Gloystein zum Ende des Jahres 2018 das Amt des Beiratsvorsitzenden nieder, der Aufsichtsratsvorsitz wurde bereits 2016 niedergelegt. Derzeit ist Peter Gloystein ehrenamtliches Mitglied des Beirats.

    Im Jahre 2019 kam ein weiteres Mandat hinzu. Es handelt sich um die Beiratsmitgliedschaft bei der FAKT AG in Essen. 2021 wurde er in den Aufsichtsrat der FAKT AG berufen. Mit der FAKT AG und seinem Großaktionär und Gründer Prof. Hubert Schulte-Kemper arbeitet Peter Gloystein eng in den Bereichen Urban Farming im Ruhrgebiet und regionaler Restrukturierung im Rheinischen Braunkohle-Revier zusammen. Er ist auch Mitglied des Aufsichtsrats der FAKT Hungaria GmbH in Essen. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Joint-Venture der FAKT.AG mit dem im Food und Energy-Bereich aktiven Unternehmen SUNfarming-FAKT-Projekt GmbH, Erkner bei Berlin, gegründet. An dieser Gesellschaft SUNfarming-FAKT-Projekt GmbH, Berlin, ist Peter Gloystein beteiligt. Er ist auch ihr Co-Geschäftsführer.

    Während seiner gesamten beruflichen Laufbahn hat sich Peter Gloystein ehrenamtlich engagiert, zunächst in den 80er Jahren als CDU-Stadtrat in Kronberg im Taunus, dann in den 90er Jahren als Vorsitzender des Freundeskreises der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und Duisburg (in dem er heute noch Mitglied des Kuratoriums ist). Dies setzte sich fort im Vorsitz des Freundeskreises der Oper in Frankfurt (2001/02) und der Bayreuther Festspiele (2009/10). Seit 2012 ist Peter Gloystein Vorsitzender des deutschen Freundeskreises der Oper La Fenice in Venedig mit Sitz in Berlin. Seit 2019 ist er stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats der Fondazione Internazionale Richard Wagner di Venezia, die das dortige Wagner-Museum mitträgt. Seit Anfang 2021 ist Peter Gloystein Mitglied des Aufsichtsrates der EuropaChorAkademie. Schließlich war er langjähriges Mitglied des Bundesvorstandes des CDU-Wirtschaftsrates (bis 2005).

    Ein Schwerpunkt der ehrenamtlichen Tätigkeit ist das wunderbare multidisziplinäre Kulturprojekt Insel Hombroich bei Neuss. Das Engagement Peter Gloysteins rührt aus der Freundschaft mit dem inzwischen verstorbenen Gründer der Insel, Karl-Heinrich Müller, den er 1990 anlässlich des Kaufes seiner Anteile an der gewerblichen Immobilienfirma Müller Immobilien durch die Commerzbank kennen- und schätzen gelernt hatte. Peter Gloystein hat das faszinierende Projekt um Karl-Heinrich Müller (er verstarb 2008) seit 1990 intensiv begleitet, auch in den Perioden, in denen er nicht in Düsseldorf wohnte (1990 – 2009). Seit 2009 ist Peter Gloystein Vorsitzender des Fördervereins der Insel Hombroich.

    Dr. Peter Gloystein

    Wie bereits aus den Mandaten ersichtlich, liegt ein weiterer Schwerpunkt der Kulturarbeit von Peter Gloystein in Venedig, der Stadt, der er schon seit Anfang der 90er Jahre sehr verbunden ist und in der er heute zeitweise lebt. Hier konzentriert er sich derzeit auf die Unterstützung des faszinierenden Opernhauses La Fenice und des dortigen Wagner Museums, das sich in den Räumen des Palazzo Vendramin Calergi befindet, in denen Richard Wagner 1883 verstarb.

    Seit Beginn der 90er Jahre ist Peter Gloystein Ritter des Johanniterordens und Mitglied der Rheinischen Genossenschaft. Der Bitte in den Orden einzutreten ist er gerne nachgekommen, da seine großartige europäische Tradition und die Kombination aus christlicher und sozialer Aufgabenstellung ihn überzeugten. Seit 2014 ist er Vorsitztender des Kuratoriums des Johanniter Krankenhauses Bethesda in Mönchengladbach. Von 2011 bis 2019 war er Schatzmeister der Rheinischen Genossenschaft. Die mit dem Johanniterorden verbundene Organisations- und Sozialarbeit empfindet Peter Gloystein als herausfordernd aber auch auch befriedigend.

    In 2013 traf Peter Gloystein und seine Familie ein großer Schock: seine geliebte Frau Jean Carrick verstarb im Alter von 73 Jahren überraschend an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Jean war eine außergewöhnliche Frau, die nicht nur ihre eigene Familie mit Liebe und Tatkraft positiv steuerte, sondern ihre ganze Umgebung durch ihren Charme, ihre Liebenswürdigkeit, ihre Kommunikation und ihre Energie (sie war vielfach ehrenamtlich im sozialen Bereich tätig) prägte und inspirierte.

    Familie und Freunde waren für Peter Gloystein auf seinem ganzen bisherigen Lebensweg – insbesondere auch in schwierigen Phasen – äußerst wichtig. Seit 1990 ist Peter Gloystein Mitglied des Rotary-Clubs, was ihm auf seinen verschiedenen beruflichen Stationen einen weiteren wunderbaren Freundeskreis erschlossen hat, der ihn in seiner Vielfalt immer sehr inspiriert hat und dessen Freundschaften auch in der Zukunft weiterhin sehr wichtig bleiben werden.

    Peter Gloystein

    Wenn Sie als Förderer oder Sponsor die oben genannten Projekte unterstützen möchten, freue ich mich über Ihre Nachricht!